BEnefiz-Skirennen


Adi (von hinten), Ivo und Philipp Laimbacher organisieren zum dritten Mal ein Benefizskirennen. (Bild Paolo Foschini)

Drei Könige und eine Königin am Start


Adi, Philipp und Ivo Laimbacher mobilisieren erneut die Schweizer Schwinger-Elite für einen guten Zweck. Am 28. Februar 2015 findet das 3. Laimbachers Benefizskirennen auf der «Fuederegg» im Hoch-Ybrig statt.

Es sind klingende Namen, welche sich zur spontanen Teilnahme am 3. Laimbachers Benefizskirennen auf der Fuederegg im Hoch-Ybrig entschlossen haben. Sportgrössen wie der amtierende Schwingerkönig und Kilchberger-Sieger Matthias Sempach werden am Samstag, 28. Februar 2015, für einen guten Zweck Ski fahren. Doch damit nicht genug. Auf Anfrage von Adi, Philipp und Ivo Laimbacher, die für den Benefizanlass verantwortlich zeichnen, haben noch weitere Sägemehl-Cracks zugesagt. Im Hoch-Ybrig mit dabei sind ausserdem die Könige Nöldi Forrer und Jörg Abderhalden, Schwingerkönigin Sonia Kälin, aber auch Matthias Siegenthaler, Willy Graber, Bruno Gisler, Christoph Bieri, Mario Thürig, Michael Bless, Benji von Ah, Matthias Glarner, Thomas Sempach, Simon Anderegg, Andreas Ulrich oder Christian Schuler.
Der Anlass wird zudem live kommentiert von ESAF- und Lauberhorn-Speaker Dagobert Cahannes zusammen mit Rigi-Speaker Hugo Abegg.

Schwingerzeit als Richtzeit

Auch am 3. Laimbachers Benefizskirennen kann jedermann teilnehmen und auch gewinnen. «Um den Riesenslalom meistern zu können, muss man kein Spitzenskifahrer sein», führte Adi Laimbacher aus. «Es handelt sich um einen kurzen, einfachen Parcours mit zwei, drei Finessen. Ein durchschnittlicher Skifahrer kann diesen Lauf ohne Probleme bewältigen.»
Die teilnehmenden Gast-Schwinger fahren als Erste den ausgesteckten Riesenslalom. Die durchschnittliche Zeit der Sägemehl-Athleten ergibt die Richtzeit. Die Aufgabe der übrigen Teilnehmer ist es, möglichst genau an diese Richtzeit heranzufahren.

Wie bereits in den ersten beiden Auflagen vor drei, beziehungsweise fünf Jahren werden auch die Einnahmen des dritten Benefizskirennens für einen guten Zweck verwendet. Die Gebrüder Laimbacher haben sich entschlossen, das Schweizerische Paraplegiker-Zentrum in Nottwil, die Kinderkrebshilfe Schweiz, das Rollstuhlrennen in Steinen, und Plusport (Behindertensport Schweiz) zu berücksichtigen.
Neben dem Benefizskirennen ist auch ein ausgedehntes Rahmenprogramm, ja eine eigentliche Schwingerparty geplant: Im Restaurant Fuederegg wird volkstümliche Unterhaltung organisiert. Neben dem Restaurant – im grossen, beheizten Festzelt – spielen die «dustyboots».

«Ich habe mir geschworen, mich einzusetzen»

Wie kommen die Gebrüder Laimbacher dazu, ein Benefizskirennen zu organisieren? «Während der Vorbereitung auf das Expo-02-Schwingen zog ich mir im Training eine Atlasverletzung zu», erinnert sich Adi Laimbacher. Dass er nicht Tetraplegiker geworden ist, verdankt er seiner starken Nackenmuskulatur. Der damals 22-Jährige liess sich von verschiedenen Ärzten in Zürich und St. Gallen untersuchen. «Alle haben mir geraten, mit dem Schwingsport aufzuhören.» Doch der ehrgeizige Sportler wollte sich nicht mit diesem Rat zufrieden geben. «Ich habe mich schliesslich entschlossen, im Paraplegiker-Zentrum eine letzte Meinung einzuholen und diese zu befolgen», so Adi Laimbacher weiter. Auch in Nottwil wurde bestätigt, dass der Schwyzer enormes Glück gehabt hatte, da die Nackenwirbel arg in Mitleidenschaft gezogen worden waren. «Der Arzt im Paraplegiker-Zentrum hat mir schliesslich die Erlaubnis gegeben, weiterzutrainieren und weiterzuschwingen.»

«Da hat es klick gemacht»

Bei seinem Besuch im Zentrum hat Adi Laimbacher die vielen Schicksale gesehen. «Mir wurde vor Augen geführt, was es bedeutet, gesund zu sein. Als ich die Menschen in Nottwil gesehen habe, habe ich mir geschworen, dass ich mich einmal für sie einsetzen werde.» Vor rund fünf Jahren wurde Adi Laimbacher vom «Steigade»-Wirt angefragt, ein Skirennen mitzuorganisieren. «Und da hat es bei mir klick gemacht: Ich habe mir gedacht, dass dies genau der Anlass sein könnte, um eine wohltätige Institution wie das Paraplegiker-Zentrum in Nottwil zu unterstützen.» So kam es, dass 2010 das 1. Laimbachers Benefizskirennen im Hoch-Ybrig durchgeführt wurde und rund 20 000 Franken gespendet werden konnten. Bereits nach dem ersten Anlass war klar, dass es eine weitere Auflage geben würde. Diese fand vor drei Jahren unter Mitwirkung der gesamten Schweizer Schwinger-Elite statt. Damals konnten über 30 000 Franken für einen guten Zweck weitergegeben werden.

Ende Februar 2015 ist es erneut soweit. Adi, Philipp und Ivo Laimbacher hoffen, dass das Rekordergebnis von 2012 übertroffen werden kann. «Wir würden uns riesig freuen, wenn sich viele Personen für das Rennen anmelden würden, sodass wir einen möglichst grossen Batzen an die Institutionen weiterleiten könnten», so Adi Laimbacher abschliessend.

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